Donnerstag, 29. Oktober 2015

Zum Herbstferienbeginn ein Schulresümee

Nur noch heute und morgen, dann beginnen sie, die ersten Schulferien für den Sohn. Die ersten Wochen in der Schule sind unglaublich schnell verflogen, und dieses Schulding gehört schon so selbstverständlich in unseren Alltag, dass man gar nicht meint, dass es erst seit Mitte September so läuft.

Definitiv läuft es bisher gut, besser, als ich erwartet hätte. Zumindest gab es noch (fast) keine Beschwerden über irgendwelchen Unfug, der gemacht wurde, und das hätte auch anders ausfallen können - aber was nicht ist, kann ja noch werden ;)

Der Sohn fühlt sich an der Schule, in der Klasse und in der Schulbetreuung sehr wohl - die Hauptsache überhaupt! Er geht morgens gerne hin und hat es am liebsten, wenn er vor Unterrichtsbeginn noch ein bisschen in die Kernzeitbetreuung gehen kann, dies ist immer der Fall, wenn der Unterricht zur zweiten Stunde um 8.35 Uhr startet. Nachmittags hole ich regelmäßig ein gut gelauntes Kind aus der Nachmittagsbetreuung ab, an meinen normalerweise freien Tagen, Donnerstag und Freitag, hole ich ihn schon früher, so dass wir danach die kleine Schwester um 14 Uhr aus dem Kindergarten mitnehmen können.

Erwartungsgemäß größere Schwierigkeiten hat er beim Schreiben - aber was soll man auch erwarten von einem Kind, das immer nur ungern einen Stift in die Hand genommen hat und auch ansonsten eher nicht so fit in feinmotorischen Dingen ist? Da hilft jetzt nur üben, üben, üben, und er bemüht sich. Man merkt deutlich: lässt er sich Zeit, konzentriert er sich und gibt sich Mühe, dann sehen die Buchstaben einigermaßen leserlich aus, will er es schnell und "mal eben so" machen, dann wird das nix.

Nach den Herbstferien startet er mit ein paar anderen Erstklässlern in dem Projekt "Jonglieren und Zirkuskünste". Hier wurden absichtlich eher die Kinder (so sie denn Lust dazu haben, und das hat er) eingeteilt, die mit dem Schreiben, den Schwungübungen etc. noch Probleme haben, da grad das Jonglieren wohl förderlich sein soll - finde ich super, denn wenn er etwas machen kann, woran er Spaß hat und das ihm auch noch etwas bringt, nur zu!


Was schon total gut funktioniert, ist das Lesen. Und da sich hier die Erfolge so schnell einstellen, ist da auch seine Motivation relativ groß! Jetzt setzt er sich in seinem Zimmer vor die große Anlauttabelle, die ich mal irgendwann irgendwo umsonst abgestaubt habe, nimmt sich ein Wort vor, schaut sich die Buchstaben, die er vielleicht noch nicht kennt auf der Tabelle an und zieht sie dann zu dem entsprechenden Wort zusammen. Wirklich gut!

Ein bisschen enttäuscht ist der Sohn von Mathe - er würde lieber schon mehr "richtig" rechnen, anstatt Zahlen schreiben üben ;) Aber auch das wird dann kommen.

Die Diskrepanz zwischen dem, was die Kinder in der Klasse können, ist wohl relativ hoch. Vielleicht fällt es mir als Mutter eines Kindes, das wirklich noch gar nichts konnte bei der Einschulung besonders auf, wie viel die ja doch noch "Kleinen" in den ersten Wochen schon lernen. Wirklich eine tolle Leistung, und für die Lehrer letztendlich sicher nicht so leicht, die ganzen Kinder, die schon lesen und schreiben können zu beschäftigen, während der Rest aufholt ;)

Ein paar schöne Projekte bzw. Unternehmungen stehen jetzt bald an, auf die sich der Sohn sehr freut. Am letzten Tag vor den Herbstferien ist Apfeltag, vor Weihnachten geht es noch ins Theater, wo die Kinder sich "Der kleine Ritter Trenk" ansehen werden - passt ideal, haben wir das erste Buch doch schon letztes Jahr gelesen, beim zweiten sind wir grad dabei.

Die Tochter ist voller Bewunderung für ihren "Schulbruder", wie sie ihn jetzt gerne nennt. Sie lässt sich auch bereitwillig die Leseübungen aus dem Lesebuch vorlesen und ist hinterher ganz stolz: "Mein Schulbruder hat mir was vorgelesen!", auch, wenn es in dem Lesebuch dann doch eher nur um Silben und kurze, einzelne Wörter geht.

Alle in allem kann ich bisher also nur ein positives Resümee der ersten Wochen geben. Mal sehen, wie es sich weiter entwickelt.

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