Mittwoch, 6. Mai 2015

Und so wird's gemacht: Babybedienungsanleitung..

... brought to you by my daughter.

Meine Tochter liebt Babys. Sehr. Tier- und Menschenbabys. Hauptsache klein und niedlich. Und dass sie da auch schon was von versteht, das wurde jetzt klar.

Neulich war mal wieder so ein Tag. Die Tochter kümmerte sich hingebungsvoll um ihr Baby (=Puppe), welches aber trotzdem die ganze Zeit schrie. Das heißt, die Tochter rannte mit dem Baby durch die Wohnung und schrie, stellvertretend für das Baby "Uääääh, uääääh, uääääh!!!"

Da mir das komischerweise schnell zu laut wurde, fragte ich sie, was denn mit ihrem Baby wäre, und warum das so schreien würde. Folgende Antwort bekam ich, und ich muss sagen, dass ich gleich, nachdem ich mit dem Lachen fertig war versucht habe, mir alles so genau wie möglich zu notieren... :

"Mama, das is ein Baby. Ein Baby macht uäh. Das kann das, und das darf das auch!! Manchmal, wenn das Baby uäh macht, dann will das Baby sssu seine Mama. Dann mussu das sssu seine Mama bringen, dann macht das nich mehr uäh. Manchmal, wenn das Baby uäh macht, dann hat das Hunga. Dann mussu dem Baby wassu Essen geben, dann macht das nich mehr uäh. Das Baby kann aber nur Milch essen. Dann mussu dem Baby Milch geben. Die Milch gibs bei der Mama. Manchmal, wenn das Baby uäh macht, dann is das müde. Dann mussu das ins Bett bringen, dann macht das nich mehr uäh. Manchmal, wenn das Baby uäh macht, dann findet das alles langweilig. Dann mussu mit dem spielen, dann macht das nich mehr uäh.

Mit ein Baby darfssu nich schimpfen, sons macht das uäh."

Wisster Bescheid?! ;))

Eine Nachfrage im Kindergarten hat übrigens ergeben, dass da neulich mal das Thema "schreiende Babys" aktuell war. Trotzdem war ich von dem Redeschwall sehr beeindruckt. Also, wer in Zukunft Probleme mit seinem Baby hat, der wende sich vertrauensvoll an mich, ich werde die Anliegen an meine Tochter weiterleiten :)

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