Dienstag, 28. April 2015

Umorganisationen

Ich habe es ja noch gar nicht erwähnt, aber nächste Woche fange ich wieder an zu arbeiten. Natürlich mache ich mir im Vorfeld meine Gedanken, wie das alles so klappt mit der Organisation.

Grundsätzlich habe ich entsprechend der Betreuungszeit meiner Kinder im Kindergarten genug Zeit, mein vereinbartes Pensum abzuarbeiten und einigermaßen ohne großen Stress hin und her zu kommen. Nun gibt es außer Arbeit und Kindergartenbelieferung ja aber noch so das ein oder andere, was hier zu tun ist. Und nach den "langen" Tagen im Kindergarten mit den Kindern noch einkaufen gehen, das muss ich auch nicht jedes Mal haben.

Es zeichnete sich also ab, dass es, obwohl eigentlich nicht unbedingt notwendig, gut sein könnte, wenn ich morgens so früh wie möglich und am besten noch vor Beginn der vereinbarten Kernzeit im Büro auftauche. Zusätzlich werde ich mich ja auch regelmäßig um Überstunden bemühen müssen, um die Schließzeiten im Kindergarten und ab September die nicht betreuten Schulferien abzudecken.

Das Frühstück ist nicht unbedingt mein liebstes Tagesevent mit den Kindern... Im Grunde gibt es jeden morgen nur eines, nämlich Streit. Nein, Streit, Genörgel, Geheule, Geschimpfe, Gejammer, Gemecker. Das nervt und ärgert mich. Irgendwie krieg ich da keinen Dreh rein.  Es wird über alles gemosert. Aber ich bestehe einfach auch auf ein paar Dinge, z.B., dass gesund gefrühstückt wird. Ich sehe es gar nicht ein, hier unter der Woche täglich Toast mit Nutella zu servieren - das gibt es gerne mal am Wochenende, aber sonst nicht. Müsli, richtiges Brot oder Obst. Alles auch Dinge, die den Kindern eigentlich schmecken. Aber wenn man gerne motzen will...

Außerdem dauert das Ganze eeeeeewig.

Viel früher aufstehen finde ich nicht so die Option, unsere Kinder gehen eh spät genug ins Bett, das ist abends einfach der Ablauf, an dem nicht viel zu ändern ist, da der Mann erst spät von der Arbeit kommt.

Letztendlich habe ich mich jetzt dazu durchgerungen, dass die Kinder zumindest an den Tagen, an denen ich arbeiten werde, im Kindergarten frühstücken. Klar, sie hatten ansonsten auch ihre Brotdosen dabei mit Brot, Obst und Gemüse. Aber jetzt gibt es zu Hause halt gar nichts, dafür wird der Brotdoseninhalt entsprechend aufgestockt, und sie können gleich nach Ankunft im Kindergarten essen, oder eben nach dem Morgenkreis, je nach Hunger (und Laune).

Nach zwei Testtagen zeigt sich: ich hätte das schon viel früher so machen sollen. Denn das Beste, das Allerbeste daran ist einfach, dass dieser elende Streit morgens wegfällt.

Irgendwie konnte ich mich einfach nicht so mit dem Gedanken anfreunden, dass die Kinder hier ohne etwas im Magen das Haus verlassen. Old fashioned? Aber wie es scheint, geht es uns allen damit besser. Und es gibt sicher auch Familien, denen gar nichts anderes übrig bleibt. Warum sollte das uns bzw. meinen Kindern dann also schaden? Ich bin gespannt, ob es weiterhin so gut klappt.

Und wie gesagt: wir verlassen das Haus jetzt alle gut gelaunt. Und das ist toll!

Kommentare:

  1. Hach, wenigstens noch jemand der versteht, dass einkaufen, Haushalt etc mit Kind nach der Kita echt anstrengend ist. Die Elfe ist dann richtig durch und ich komme zu nix :/.

    Wir frühstücken auch zu Hause und sie isst noch was in der Kita. Aber bisher ist das auch noch in Ordnung so, bin mal gespannt, ob das zu Hause auch irgendwann weg fällt.

    Ich wünsche dir einen guten Abseitsstart.

    Lieben Gruß
    Natascha

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    1. Ich danke dir! Ja, im Grunde würde es schon irgendwie gehen, aber ich kann das uns allen auch ersparen, indem ich es anders organisiere. Und wenn allen damit geholfen ist, warum nicht? Es ist wohl im Allgemeinen nur mein schlechtes Gewissen, dass ich die armen Kinder ohne was zu Essen im Magen aus dem Haus schicke ;) Ich denke, das ist die Lösung, die für uns alle das Minimum an Stress bedeutet..

      Liebe Grüße :)

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