Samstag, 14. März 2015

Schulanfangsgedöns

In einem halben Jahr ist es soweit, wir haben das erste Schulkind in unserer Familie! So ziemlich genau in  6 Monaten ist die Einschulung, und dann fängt für den Sohn ein neuer Lebensabschnitt an.
 
Am gestrigen Freitag haben wir erstmal die Schulanmeldung hinter uns gebracht.
 
 
 
Ich habe den Sohn pünktlich um 13.45 Uhr vom Kindergarten abgeholt. Das kleine Schwesterchen haben wir wohlweislich noch dort gelassen, denn die kann es momentan gar nicht ertragen, wenn sie warten muss oder ich auch noch mit jemandem anderen rede und zeigt das gerne durch lautes Gebrüll, das könnte doch etwas störend sein, so mein Gedanke. Außerdem finde ich es immer schön, wenn man es möglich machen kann, dass zu so wichtigen Terminen das Kind, um welches es geht, allein dabei ist.
 
Die Idee, sofort nach dem Kindergarten rüber zur Schule zu fahren, erwies sich als gut. Die Anmeldezeit sollte um 14 Uhr beginnen, keine festen Termine, wer kommt, reiht sich ein und ist dann irgendwann dran. Wir waren tatsächlich die zweiten, standen aber noch keine 3 Minuten vor dem Sekretariat, als die Warteschlange sich schon beträchtlich erweitert hatte. So ging alles aber recht schnell.
 
Wir haben als erstes im Sekretariat Geburtsurkunde, U-Heft und das Anmeldeformular vorgelegt. Dann konnten wir quasi sofort weiter gehen zu einer/m der zuständigen Lehrer/innen, die für die kurzen Gespräche, die noch mit den zukünftigen Schülern geführt werden sollten, verantwortlich waren.
 
Auch dieses Gespräch ging relativ fix vorbei. Der Sohn musste - Zitat - "mal kurz mit Gemüse was rechnen, also wenn da 6 Pakrika sind dann einen Kreis drum machen und eine Linie zur Zahl 6 machen, das war ja babyleicht" (Hauptsache, man kann Paprika von Pakrika unterscheiden ;) ), ein paar Reime bilden und ein paar Würfelbilder erkennen. Das hat er gut mitgemacht, wobei er sich nicht sonderlich bemüht hat, zu verbergen, dass er keine große Lust dazu hatte, aber nun gut, das lassen wir mal so stehen ;)
 
Nach der Schulanmeldung haben wir die Tochter aus dem Kindergarten geholt und sind noch eine kleine Runde Fahrrad gefahren. Am späten Nachmittag stand dann noch ein  besonderes Event vom Kindergarten an. Die Schulanfänger haben sich mit Eltern und Erzieher/innen an einer Hütte getroffen.
 
Hier wurde dann gemeinsam Suppe gekocht, so richtig auf dem Feuer!

 
Das war natürlich schon mal sehr beeindruckend. Wir kennen diese Hütte schon, wir haben dort im Sommer schon einmal mit Bekannten einen Kindergeburtstag gefeiert. Sehr schön ist es da, wobei es gestern dann doch noch relativ kalt war, da konnte man schon mal ein bisschen näher ans Feuer treten...


Während die Suppe kochte, gab es einen Willkommenskreis und eine Erzieherin und ein Erzieher haben ganz toll eine kleine Geschichte von einer Hexe vorgespielt, die den Sonnenaufgang weggehext hat, so dass es immer dunkel bleibt. Auf der Grundlage dieser Geschichte sollten die Schulanfänger dann später noch, ohne Eltern und kleine Geschwister mit den Erzieher/innen, eine Nachtwanderung machen. Das ist natürlich aufregend, so im Wald am Berg!
 
 
Vorher wurde aber erstmal gegessen.


Gut, meine Kinder waren nicht so begeistert von dem Gemüse in der Suppe, aber das ist ja nichts Neues ;) Das ganze Drumherum zählte, und satt sind trotzdem alle geworden..

Die "Großen" brachen dann zur Nachtwanderung auf, wir Eltern plus kleine Geschwister verzogen uns zum Teil in die Hütte, zum Teil ans Feuer und haben uns etwas unterhalten.

Als die Wanderer dann endlich wiederkamen, war es wirklich dunkel und auch schon ganz schön kalt - ich glaube, wir waren nicht die Einzigen, die ehrlich gesagt froh waren, ins Warme nach Hause zurückkehren zu können ;)

Aber trotz kalter Füße war es eine tolle Veranstaltung, die vor allem dem Sohn noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Die Kinder waren dadurch gestern relativ spät im Bett, 21.30 Uhr.. Trotzdem war die Tochter heute morgen um 6.47 Uhr wach. Unnötig zu erwähnen, dass die Stimmung heute Vormittag, ähm, nicht grad bombig war. Jetzt schläft sie im Anhänger auf der Terrasse, den Sohn habe ich zum Alleinespielen genötigt und ICH gönne mir in der Zeit diese Blogpost.




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen