Dienstag, 23. Dezember 2014

Wo ist mein Mamagarten?!

Es gibt Tage, da will ich einfach nur in meinen Mamagarten. Und unter einem Ganztagsplatz geht da bitte mal nix. Gar nix.

Manchmal gibt es auch ganze Wochenenden, an denen ich in meinen Mamagarten will. Auch Ganztags. Wehe, wenn nicht.

Das letzte Wochenende war mal wieder so eins. Ich weiß gar nicht so genau, wo ich anfangen und wo aufhören soll. Der Samstag begann relativ harmlos. Die Kinder haben sehr lange ausgeschlafen, das ist bei uns 8 Uhr morgens. 8 Uhr finde ich total super, ich hätte es mir vor ein paar Monaten NIE träumen lassen, dass meine Kinder mal bis 8 Uhr schlafen! Ich bin ja mit allem zufrieden, was nicht 4.47 Uhr oder 5.21 Uhr ist, ehrlich! Von daher,  8 Uhr - genial! Alle standen gut gelaunt auf, und der Tag begann. Die Kinder waren aufgeregt, weil wir den Weihnachtsbaum kaufen wollten. Wie im letzten Jahr liefen wir rüber in den Freiburger Stadtteil Wiehre und kauften den Weihnachtsmarkt auf dem Wiehrebaum ... wie, ach ja, nein, Weihnachtsbaum auf dem Wiehremarkt, herrje, das ist echt zu viel Markt und Baum zur Zeit ...  



Wir tranken noch einen Kaffee, die Kinder aßen eine Butterbrezel, alles gut. Dann ging es auf dem Heimweg. Gemoser: los!

Wir hatten unseren Fahrradanhänger dabei, umgerüstet zum Jogger. Das ist so ein 1a Gefährt, damit kann man echt fast alles transportieren. Auch einen Weihnachtsbaum. Und wenn dann beide Kinder schreien und brüllen, dann auch noch ein Kind, während das zweite bei Papa auf den Schultern sitzt. Na ja. Die Anwohner und Passanten hat es gefreut. Letztes Jahr sahen wir auch schon so aus. 



Letztes Jahr wurde die Tochter von vorneherein vom Papa getragen und der Sohn lief und brüllte so lange, bis ich ihn auf den Anhänger setzte. Dieses Jahr brüllte die Tochter, die bei wirklich allen Gelegenheiten so was von aktiv ist, aber so bald es darum geht, von A nach B zu laufen, ist Schluss. Also, Tochter auf Papas Schultern, Sohn (der es sich dann natürlich nicht nehmen ließ, auch anzufangen zu heulen) auf den Hänger. Ab nach Hause.

Am Nachmittag war  Showtime für den Großen. Geplant war eine Tour in einen anderen Stadtteil, um an der Abschiedsfeier der bisherigen Inhaber unseres Stammcafés teilzunehmen, sie übergeben das Café an Nachfolger. Der Vorschlag löste große Begeisterung bei den Kindern aus. Unterwegs trafen wir zufällig noch eine gute Freundin mit Sohn-Kumpel, die sich spontan anschlossen, und ab da ging nichts mehr. Der Sohn schrie, brüllte, pöbelte, riss an der Weihnachtsdeko am Bahnhof, sprang auf den Sitz der Straßenbahn und rutschte an der Haltestange runter, usw. usw. Ich schaffte es relativ lange, ruhig zu bleiben und ihn wortlos bzw. mit kurzen Ansagen von den Orten des Geschehens zu entfernen. Aber als sich alles immer weiter steigerte, platzte mir der Kragen, und ich glaube, es weiß jetzt das ganze Freiburger Rieselfeld, dass ich am letzten Samstag mit dem Verhalten meines Sohnes eher unzufrieden war.

Die Stimmung besserte sich dann irgendwann übrigens schlagartig. Aber vorher - oh mann.

Sonntag war von Anfang an der Wurm drin. Die Kinder haben beim Frühstück genörgelt und geheult, dann war der Mann mit ihnen ein Stündchen draußen und ich war beim joggen.

Am Nachmittag wollten wir einen Ausflug in den Schwarzwald machen, bis dahin war die Zeit kaum rumzukriegen. Als wir endlich on the road waren und dann in Schluchsee ankamen, war es Zeit für die Tochter. Sie sollte eine Strecke von ca. 150 m zu Fuß zurücklegen und hat den ganzen Ort zusammengeschrien. Ich schreibe den ganzen Ort, und ich MEINE den ganzen Ort. Dementsprechend lange hat alles gedauert.

Wir haben uns dann alle eher durch den Nachmittag gequält. Ein minikleines bisschen Schnee lag, das hat wenigstens den Sohn erfreut. 



Ich hoffe über die Feiertage inständig auf bessere Laune in diesem Hause, ansonsten nehme ich das Feiertagsbetreuungsangebot im Mamagarten in Anspruch. Ganztags!

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