Donnerstag, 11. Dezember 2014

Wieder da mit Geburtsbericht!

So langsam melde ich mich mal wieder zurück in Klein-Bloggersdorf (Hallo Nachbarn, vor allem Frau Ringelmiez!). Wir hatten ja ein paar Tage Besuch von meiner Mutter aka Oma, und am 10.12. haben wir den dritten Geburtstag der Tochter gefeiert. Drei Jahre alt ist sie jetzt schon. Unglaublich. Und damit sie hier nicht vernachlässigt wird, kommt auch ihr Geburtsbericht, bevor ich in den nächsten Tagen darüber berichten werde, was wir in den letzten Tagen hier so angestellt haben.

Wie auch beim Sohn hatte ich beim zweiten Kind wieder das Problem, dass das Baby ab ca. der 25. Schwangerschaftswoche mit dem Wachstum hinterherhing. Der Dopplerultraschall zeigte, dass die Versorgung wieder nicht so toll war, also das Ganze noch einmal: regelmäßige Kontrollen, CTG, Ultraschall, abwarten. Dieses Mal war ich etwas gelassener, trotzdem war es wieder ein doofes Gefühl, nicht zu wissen, was als nächstes kommt. Und auch wieder die Angst, dass die Versorgung irgendwann komplett stagniert und ich das nicht merke - die Tochter war eh in den letzten Wochen eher ruhig in ihrer Höhle, obwohl sie durch die geringe Größe ja noch genug Platz hatte.

So war ich gar nicht mal so böse, als es dann an einem Freitag hieß, in der folgenden Woche noch zweimal Kontrolle beim Gynäkologen, und dann am Freitag Ankunft im Krankenhaus zur Einleitung. Zusätzliches Plus war, dass so meine Mutter ganz locker am Donnerstag davor anreisen konnte, und die Betreuung des Sohnes gesichert war.

Die Untersuchungen in den nächsten Tagen zeigten dann sogar einen schon fast geburtsreifen Befund (Zitat Gyn: "Dann hoffen Sie mal, dass ihr Kind noch wartet, bis die Oma da ist, um sich um den Bruder zu kümmern!" ...), so dass einer Einleitung auch gar nichts im Wege stand.

Am Freitag morgen haben der Mann und ich uns auf den Weg gemacht. Erstmal haben wir noch schön im Café gefrühstückt und die Ruhe vor dem Sturm genossen ;)

Im Krankenhaus angekommen das übliche Prozedere. CTG, Untersuchung und alles noch einmal besprechen. Glücklicherweise fiel mir da, aber auch erst da ein, dass die Geburt vom Sohn voll doof war, so von null auf hundert in ein paar Sekunden und dann Baby nach 47 Minuten da. Also haben wir beschlossen, mit einer niedrigen Dosierung der Tabletten zu beginnen und mal zu schauen, was so passiert. Relativ bald zeigten sich dann auch leichte Wehen, aber so wirklich war da noch nichts. Am Nachmittag hat dann die Hebamme empfohlen, über Nacht zu pausieren und am nächsten Tag mit der Einleitung weiter zu machen. Das war auch okay so. Ich hatte die ganze Nacht über leichte Wehen, so dass ich nicht so richtig schlafen konnte, aber immerhin ein bisschen zur Ruhe kam.

Der Lohn dafür zeigte sich am nächsten Morgen: die Hebamme sagte nach der Untersuchung und der nächsten Tablette zu mir "Na dann holen Sie mal ihren Mann und suchen sich einen Kreißsaal aus, den verlassen Sie dann heute nicht mehr ohne Baby, Muttermund 6 cm offen!". Hurra!

Der Vormittag im Kreißsaal war tatsächlich eher entspannt. Die Wehen wurden, nachdem die Fruchtblase platzte, deutlich stärker und die Hebamme hat auch noch mit dem Wehentropf nachgeholfen. Und trotzdem habe ich mir die ganze Zeit, auch, als es in die Übergangsphase und dann in die Presswehen ging gedacht, dass das doch jetzt grad genau so läuft, wie ich es mir vorgestellt habe und dass DAS jetzt die Entschädigung für die verkorkste erste Geburt ist.

Ich hatte eine tolle Hebamme im Kreißsaal, die mich alles hat so machen lassen, wie ich es wollte. Die meiste Zeit habe ich sie gar nicht bemerkt, trotzdem wusste ich, dass sie da war. Ganz toll! Ab der Übergangsphase bat ich sie, mir das Kopfteil des Bettes hochzustellen, da konnte ich mich ranhängen und so waren alle Wehen natürlich kein Spaziergang, aber zu ertragen.

Um 16.11 Uhr war unsere kleine Süße dann da. Da wir bis zum Schluss nicht zu 100% gewusst haben, ob es wirklich ein Mädchen wird, war meine erste Frage natürlich genau DAS ;) Der Mann kam hinter dem Kreißsaalbett hervorgekrochen und musste einen Moment überlegen ;)

Mit 47 cm und 2.520 Gramm war die Tochter genau 2 cm größer und 220 Gramm schwerer, als ihr Bruder. Trotzdem ein kleines Kind, aber sofort topfit mit 1a APGAR Werten, so dass wir unser Baby dieses Mal gleich mitnehmen durften auf die Wochenbettstation, sie musste nicht auf die Neugeborenenintensivstation. Wir mussten zwar noch ein paar Tage zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben, aber egal, es lief ja alles bestens, und der Kleinen ging es super.

Ja, und jetzt ist das alles schon drei Jahre her... Wo ist nur die Zeit geblieben?!

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