Dienstag, 25. November 2014

Wenn Mama ihre Meinung ändert - Kindergeburtstag im Indoorspielplatz

Wie ich ja bereits geschrieben habe, haben wir den sechsten Geburtstages des Sohnes im Indoorspielplatz gefeiert. Nachdem er im Mai dort zum Geburtstag eines Freundes eingeladen war, war das sein großer Wunsch.

Ich sage ganz ehrlich, dass ich alles andere als begeistert war, auch das habe ich schon geschrieben. Ich hasse Indoorspielplätze. Es ist dort meistens voll, laut und spätestens 30 Minuten nach Öffnung zumindest im Gastronomiebereich dreckig, da dort die Leute sitzen und ihre Kinder mit allerhand ungesundem Kram vollstopfen, von dem die Hälfte plus Müll auf dem Boden landet und dann festgetreten wird. Die Luft ist schlecht, die Kinder verschwinden in irgendwelchen Ecken und lassen sich nur anhand von lautem Geheule wiederfinden.

Mein Eindruck. Meine Meinung und für mich eigentlich genug Argument gegen eine Feier dort, denn bisher war der Indoorspielplatz immer nur die absolute Notlösung bei miesem Wetter.

Aber trotzdem, es gab auch Argumente dafür. Der Sohn hat Ende November Geburtstag. Da ist das Wetter nicht unbedingt zuverlässig gut. Seine eingeladene Männertruppe ist eher eine etwas rabaukige, zumindest wenn sie alle aufeinandertreffen ;) Bei schlechtem Wetter also drei Stunden in der Wohnung? Sieben Jungs nebst schlecht gelaunter kleiner Schwester beaufsichtigen und beschäftigen, möglichst so, dass niemand zu Schaden kommt und die Wohnung danach noch bewohnbar ist? Ähm. Ich weiß, ich weiß, es gibt eine Menge Kinder, bei denen das kein Problem ist. Aber mir war das zu heikel.

Und natürlich, das Wichtigste: es war ja nicht mein Geburtstag, sondern der des Sohnes. Es war sein Herzenswunsch, mit seinen Freunden dort zu feiern. Also, Mama musste sich einen Ruck geben.

Die Entscheidung FÜR die Feier im Indoorspielplatz war so was von gut.

Ich habe mir erst mal eine Freundin, deren Sohn auch eingeladen war, als Hilfe organisiert. Eine weitere Freundin/Mama ist dann auch mit dort geblieben. Der Tochter wurde ihre liebste Freundin eingeladen, damit sie beschäftigt ist (deren große Brüder eh dabei waren).

Ich musste quasi nichts machen. Ein Blech Minimuffins gebacken. Der Tisch dort wurde gedeckt. Muffins und ein bisschen was Süßes und etwas zum Knabbern auf den Tisch gestellt. Apfelschorle war im Partypreis mit drin.

Die Kinder haben sich S.U.P.E.R. beschäftigt. Es gab drei Stunden lang KEINEN Streit. KEINEN Ärger. KEIN Gehaue und Gekloppe. Die beiden Mädels habe ich glaub ich dreimal gesehen, da wollten sie was trinken. Ab und zu musste mal jemand auf die Toilette. So easy und die Kinder haben sich so gut amüsiert. Um 17 Uhr gab es noch Pommes, da wurde aber eher notdürftig gegessen und lieber wieder gespielt. Am Ende waren alle Kinder zufrieden und erledigt.

Auch, wenn ich nach wie vor der Meinung bin, dass ein Kindergeburtstag schöner ist, wenn man gemeinsame Spiele spielt etc.  - die Zufriedenheit des Geburtstagskindes und der Gäste geht über alles, und die habe ich so glaube ich am besten erreicht. Und grad im späten Herbst muss man improvisieren.

Fazit: alles richtig gemacht :)


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